Radio Connection – Marzahn am Micro – Kindheitsgeschichten am Dienstag um 19.00 Uhr und die Wiederholung am Mittwoch um 10.00 Uhr
Kindheitsgeschichten – zwischen Hüpfburg, Heimat und Hoffnung
Marzahn am Mikro
Kindheit – das klingt zunächst nach aufgeschlagenen Knien, viel zu kurzen Sommerferien, Süßigkeiten, die angeblich „für später“ aufgehoben werden sollten, und der ewigen Frage: „Wann sind wir endlich da?“
Doch Kindheit bedeutet nicht für alle Menschen dasselbe. Sie kann voller schöner Erinnerungen sein – aber auch geprägt von Angst, Verlust, Flucht und großen Veränderungen.
In der 102. Folge von „Marzahn am Mikro“ erzählen Menschen von ihrer Kindheit, bevor ihr Weg sie nach Berlin und Marzahn-Hellersdorf führte.
Eine von ihnen ist Tahmina aus Afghanistan. Sie musste wegen des Terrors zunächst ihre Universität und schließlich sogar ihr Heimatland verlassen.
„Mein Abschluss bleibt ein unerfüllter Traum. Doch ich habe die Hoffnung nie verloren. Wenn ich heute zurückblicke, hat mich meine Kindheit mit all ihren Freuden, Ängsten und Herausforderungen stark gemacht.“
Tahminas Geschichte zeigt: Kindheitserinnerungen passen nicht immer in ein Fotoalbum mit bunten Stickern. Manche sind schön, manche schmerzhaft – und manche erklären erst viele Jahre später, warum ein Mensch geworden ist, wie er heute ist.
Die Sendung verbindet persönliche Erinnerungen mit Geschichten über Heimat, Aufbruch, Verlust und Neuanfang. Und sie zeigt: Ganz egal, ob die Kindheit in Afghanistan, irgendwo anders auf der Welt oder zwischen Berliner Plattenbauten stattgefunden hat – bestimmte Erinnerungen reisen einfach mit.
Die Sendung ist auf Deutsch und Englisch.
The programme is in German and English.
Childhood Stories
Childhood can mean scraped knees, endless summer days, favourite games and the eternal question: “Are we there yet?”
But childhood is not the same for everyone. It can be filled with joyful memories – but also with fear, loss, displacement and profound change.
In the 102nd episode of “Marzahn am Mikro”, people share stories about their childhood before their lives brought them to Berlin and Marzahn-Hellersdorf.
One of them is Tahmina from Afghanistan, who was forced to leave her university and eventually her home country because of terror.
“My degree remains an unfulfilled dream. But I never lost hope. When I look back today, my childhood—with all its joys, fears, and challenges—has made me strong.”
Her story and the other childhood memories in this programme tell us about home, departure, difficult experiences and new beginnings.
And perhaps they also remind us that childhood memories are unusual luggage: you never have to pay excess baggage for them – but you carry them with you for a lifetime.
Tipps aus Marzahn-Hellersdorf
Und weil man nach dem Zuhören nicht unbedingt auf dem Sofa sitzen bleiben muss, gibt es noch ein paar Möglichkeiten, selbst im Kiez unterwegs zu sein:
Straßenfest „Schöner leben ohne Nazis“
Wann: Samstag, 5. September, 14 bis 22 Uhr
Wo: Kienbergpark
Musik, Essen aus verschiedenen Ländern, Kinderschminken, Siebdruck und Hüpfburg – also ziemlich viele gute Gründe, das Sofa für ein paar Stunden allein zu lassen.
Eintritt: kostenlos
https://roter-baum.berlin/event/schoener-leben-ohne-nazis-2026/
Müllsammelaktion
Wann: Sonntag, 6. September, 14 bis 16 Uhr
Wo: Neben dem U-Bahnhof Kienberg, am Piratenspielplatz bei den Bienenstöcken zwischen Erich-Kästner-Straße und Peter-Huchel-Straße
Gemeinsam den Kiez sauberer machen und dabei Nachbar*innen kennenlernen. Oder anders gesagt: Müll raus, Kontakte rein.
Anmeldung per E-Mail an info@cleanup-mahe.de oder über die sozialen Medien von Cleanup MaHe.
https://cleanup-mahe.de/veranstaltungen/muellsammelaktion/
Bewegungsfest
Wann: Sonntag, 13. September, 11 bis 16 Uhr
Wo: Bürgerpark Marzahn
Sportangebote, Hüpfburgen, Kinderschminken, Tanzvorführungen, Live-Musik und zahlreiche Mitmachaktionen für alle Altersgruppen.
Kurz gesagt: Bewegung für alle – und niemand muss vorher versprechen, anschließend einen Marathon zu laufen.
Eintritt: kostenlos
Marzahn am Mikro #102 – Kindheitsgeschichten: persönlich, nachdenklich und manchmal überraschend. Geschichten darüber, wo Menschen herkommen – und was sie auf ihrem Weg nach Marzahn-Hellersdorf mitgenommen haben.